Data Mining ist ein weiteres Instrument zur Entscheidungsunterstützung. Die Software ermöglicht die automatische Suche nach Zusammenhängen in großen Datenbeständen (z.B. zur Analyse von Kundenverhalten). Die Abgrenzung zu anderen Bereichen ist schwierig, weil verschiedene Methoden zum Einsatz kommen. Dazu gehören Statistik, neuronale Netze, genetische Algorithmen, Visualisierungstechniken. Bevor Data Mining zum Einsatz kommt, ist in der Regel die Vereinheitlichung der Datensammlung im Data Warehouse erforderlich. Data Mining ist eine anspruchsvolle Methode zur Analyse von großen Datenbeständen. Der Aufwand ist relativ hoch und ohne Data Mining Expertenwissen kaum realisierbar. Ein unmittelbarer Zugriff auf die Informationen für den Endanwender ist dabei nahezu unmöglich. Hingewiesen wird auch hier immer wieder auf die dabei zu berücksichtigenden Anforderungen an den Datenschutz.
Achtung! Unter dem Stichwort Data Mining wird zum Teil auch Software vermarktet, die mit der Analyse von Daten nur partiell zu tun hat. Die Lösungen beschränken sich z.B. auf Tools zur Terminplanung und Präsentation beinhalten aber keine darüber hinaus gehende Instrumente zur Datenzusammenführung und Analyse.
Fazit:
In der heutigen Form ist Data Mining für den Erfahrungstransfer in kleinen Unternehmen aus unserer Sicht nicht praktikabel. Zwar gibt es auch in diesem Bereich inzwischen Open Source Software, aber der Aufwand zur Einarbeitung, Konfiguration und Implementierung sollte nicht unterschätzt werden. Erst im Bereich mittlerer Unternehmen mit entsprechendem Kundenstamm lohnt die Überlegung. Bei der Anschaffung von Data Mining Software ist unbedingt auf den Funktionsumfang zu achten! Nicht überall wo „Data Mining“ drauf steht ist auch „Data Mining“ drin.
